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Red Hand Day am 12. Februar

by Hermann Mühlen last modified 2010-01-15 16:50

Eine Aktion gegen den weltweiten Einsatz von Kindersoldaten

Mit seiner Kampagne "You(th) must act" hat sich das Jugendrotkreuz in den Jahren 1999 bis 2001 gegen den Einsatz von Kindersoldaten stark gemacht. In dieser Zeit hatte sich das JRK mit anderen Organisationen zum Deutschen Bündnis Kindersoldaten zusammengeschlossen. Dem gehört das JRK weiterhin an, nicht zuletzt, weil das Thema Kindersoldaten nach wie vor aktuell ist.

Seit dem 12.2.2002 verbietet ein Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention den Einsatz von Kindersoldaten. Trotzdem gibt es nach Schätzungen der UN weltweit um die 250.000 Kindersoldaten.

Am 12. Februar eines jeden Jahres wird nun weltweit gegen diese massive Kinderrechtsverletzung protestiert. Der 12.2. ist nun der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten. Man nennt ihn den "Red Hand Day".

Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten beteiligt sich am "Red Hand Day" und ruft Jugendgruppen und Schulen auf, sich zu beteiligen. Kinder und Jugendliche sind aufgerufen, in der Öffentlichkeit rote Handabdrücke, das Symbol des Bündnis-Logos, zu sammeln und diese an Politiker zu übergeben mit den folgenden Forderungen:

"straight 18": Kinder unter 18 Jahren dürfen weder freiwillig noch zwangsweise rekrutiert oder in Kriegen und Konflikten als Soldaten eingesetzt werden.

Bestrafung der Verantwortlichen: Personen, Staaten und bewaffnete Gruppen, die Kinder rekrutieren und als Soldaten einsetzen, müssen durch den UN-Sicherheitsrat öffentlich benannt und sanktioniert werden. Gegen die Verantwortlichen muss vor dem Internationalen Gerichtshof oder vor nationalen Gerichten Anklage erhoben werden.

Versorgung, Schutz und Hilfe für geflohene Kindersoldaten: Ehemalige Kindersoldaten müssen medizinisch und psychologisch versorgt werden. Sie müssen eine schulische und berufliche Ausbildung erhalten. Das gilt insbesondere für diejenigen, die als Flüchtlinge in Industrieländer kommen.

Gewährung von politischem Asyl: Ehemalige Kindersoldaten muss in Ländern, in die sie geflohen sind, politisches Asyl und absoluter Schutz gewährt werden.

Mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme: Die staatlichen und internationalen Mittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten müssen erhöht werden.

Stopp von Waffenexporten: Es dürfen keine Waffen, Einzelteile oder Munition in Krisenregionen exportiert werden, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Die Vergabe von Produktionslizenzen an sowie der Export in Drittländer, die die Waffen in Krisengebiete weiterleiten, müssen verboten werden.

Das Generalsekretariat des DRK wird in Kürze unter www.mein-jrk.de ausführlich berichten.

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